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Forschung/Bildung Forschung/Bildung

Wissenstransfer fürs NFP 67 Lebensende

Schweizerischer Nationalfonds

Das Nationale Forschungsprogramm NFP 67 «Lebensende» untersuchte das Sterben aus verschiedenen Perspektiven. Im Auftrag des Nationalfonds war advocacy zuständig für den Wissenstransfer und die Kommunikation. Die Herausforderung ergab sich aus der Aufgabe selbst: Wie lässt sich sachlich fundiert über ein Thema sprechen, das uns alle existenziell, individuell, emotional betrifft?

advocacy konzipierte und koordinierte den Wissenstransfer und die Kommunikation der Forschungsergebnisse des NFP 67. Dazu gehörten wissenschaftliche Tagungen, öffentliche Veranstaltungen, Publikationen, Medienarbeit und Podcasts. Die Massnahmen hatten das Ziel, dass die Forschung in der Praxis und der Öffentlichkeit Gehör findet und diskutiert wird.
 

Wer darf, wer soll, wer muss über das Sterben sprechen?

Sterben hat vielfältige Aspekte und viele Disziplinen sind involviert: Medizin, Psychologie, Recht, Ökonomie, Religion, Ethik. Forschung zu diesem Thema hat gleichzeitig eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Was bedeutet es, in Würde oder selbstbestimmt zu sterben? In diesem Spannungsfeld hat nüchterne Forschung einen schweren Stand.

Stakeholdern von Beginn an eine Stimme geben

Um diese Ausgangslage zu berücksichtigen, haben wir wichtige Akteure bereits zu Projektbeginn identifiziert und involviert. Wir haben Ziele und Inhalte des Programms deutlich vermittelt, um eine realistische Erwartungshaltung zu ermöglichen. Sobald Resultate aus den Projekten vorlagen, wurden diese mit den Akteuren diskutiert. Dieser Dialog wurde bis zum Abschluss des Programms aufrechterhalten. In einer Gesprächsserie, die als Podcast veröffentlicht wurde, nahmen Akteure aus Praxis und Forschung Stellung zu den Ergebnissen des NFP67.

Sterbenden helfen, Sterbende begleiten

Ein besonders herausfordernder Aspekt der Debatte zum Lebensende ist die Sterbehilfe. Diese ist seit Jahren umstritten und in Praxis wie Politik umkämpft. Es ist daher auch nicht erstaunlich, dass das NFP 67 und der Nationalfonds in diesem Zusammenhang zeitweise heftig kritisiert wurden. So wurde unterstellt, das NFP 67 und seine Leitungspersonen würden nicht wissenschaftliche, sondern politische Ziele anstreben, namentlich die Einschränkung der Suizidhilfe.

Offene und sachliche Diskussion der Forschungsresultate

advocacy hat das NFP 67 und die Leitungsgruppe in dieser Konfliktsituation beraten und mit einer offenen und transparenten Kommunikation unterstützt. Die Kommunikation setzte den Fokus auf die Forschungsergebnisse und die Fakten. In der Diskussion wurden Forschung und Politik klar getrennt, damit sie sachlich und evidenzbasiert geführt werden konnte. Diese Kommunikation hat auch dazu beigetragen, dass der Ständerat den Bundesrat damit beauftragt hat, «in Zusammenarbeit mit den Kantonen sowie den betroffenen Organisationen und Fachpersonen einen Bericht mit Empfehlungen zu erarbeiten, um die Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende zu verbessern» (Postulat 18.3384).

Wissensgebiet

Forschung/Bildung

Die Gesellschaft in der Schweiz basiert auf Wissen. Der naturwissenschaftliche, medizinische und technische Fortschritt ist die Grundlage für ein konstantes Wirtschaftswachstum – und damit die Zukunft der Schweiz. Kommunikation und Vermittlung in den Bereichen Forschung und Bildung tragen dazu bei, dass die Bevölkerung den Fortschritt mitträgt und offen bleibt gegenüber neuen Entwicklungen.

Arbeiten: Weitere Projekte:
  • Scientainment - Mit Wissenschaft zu den Leuten, Gebert Rüf Stiftung
  • Beratung und Kampagne, BZG Bildungszentrum Gesundheit Basel-Stadt
  • Aufbau Kommunikation Bereich Forschungsförderung, AXA Stiftung für Prävention
  • Konzept Forschung, Entwicklung und Innovation, Krebsliga Schweiz
  • Nationales Forschungsprogramm «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57), Schweizerischer Nationalfonds
  • Nationales Forschungsprogramm «Muskuloskelettale Gesundheit – Chronische Schmerzen» (NFP 53), Schweizerischer Nationalfonds

Leistungen

Wissenstransfer

Forschende haben je nach Disziplin eine eigene Sprache – diese wird nicht von allen verstanden. Wir helfen dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse und Prozesse so zu kommunizieren, dass ihre Anspruchsgruppen sie verstehen und sich davon begeistern lassen. Gemeinsam mit Ihnen planen und koordinieren wir den gezielten Wissenstransfer und übernehmen die Wissenschaftskommunikation. Wir finden passende Gefässe und Kanäle für ihre wissenschaftlichen Neuigkeiten: Zum Beispiel eine Broschüre, Reportage oder Ausstellung und kennen auch die entsprechenden Medien. 

Arbeiten: Weitere Projekte:
  • Nationales Forschungsprogramm «Neue Urbane Qualität» (NFP 65), Schweizerischer Nationalfonds
  • Nationales Forschungsprogramm «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57), Schweizerischer Nationalfonds
  • Nationales Forschungsprogramm «Muskuloskelettale Gesundheit – Chronische Schmerzen» (NFP 53), Schweizerischer Nationalfonds

Beratung, Strategie, Konzept

Verzwickte Situationen, viele Beteiligte, unklare Kompetenzverteilung? Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir die Situation und suchen Lösungen für die vorhandenen Probleme, kommunikativen Engpässe oder Missverständnisse. Wir erstellen je nach Bedürfnis ein Kommunikations- oder Strategiekonzept, in dem wir Ziele, Zielgruppen, Botschaften, Strategien und Massnahmen festhalten. 

Arbeiten: Weitere Projekte:
  • BAG Symposium «Ein Jahr Humanforschungsgesetz», Bundesamt für Gesundheit
  • Reorganisation Kommunikation, Teamentwicklung, Sozialversicherungsanstalt SVA Zürich
  • Zweite Chance auf eine erste Ausbildung, Stanley Thomas Johnson Stiftung
  • Aufbau Kommunikation Bereich Forschungsförderung, AXA Stiftung für Prävention
  • Konzept Forschung, Entwicklung und Innovation, Krebsliga Schweiz
  • Life Sciences Cluster Region Basel, Handelskammer beider Basel

Moderation

Ob Podium, Workshop, World Café, Gruppendiskussion, Strategiesitzung, Tagung oder Mitwirkungsveranstaltung: Mit geeigneten Moderationsmethoden finden wir Antworten auf Fragen. Wir leiten die Gespräche so, dass alle Teilnehmenden zu Wort kommen, ihre Kreativität einbringen und zur Zielerreichung beitragen. Dabei achten wir darauf, dass die Rollen in der Gruppe klar verteilt sind und eine anregende und motivierende Atmosphäre besteht.

Arbeiten: Weitere Projekte:
  • Reorganisation Kommunikation, Teamentwicklung, Sozialversicherungsanstalt SVA Zürich
  • Nationales Forschungsprogramm «Neue Urbane Qualität» (NFP 65), Schweizerischer Nationalfonds
  • Strategie 2020 bis 2025, Fonds für Verkehrssicherheit FVS
  • Nationales Forschungsprogramm «Lebensende» (NFP 67), Schweizerischer Nationalfonds